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     Schon seit mehreren Jahren untersuchen Wissenschaftler die möglichen Wirkungen der elektromagnetischen Felder auf die menschliche Gesundheit. Parallel zur großen Verbreitung der Mobilfunkes (Handy), kann man in der Öffentlichkeit ein großes Interesse am Thema feststellen. Während aber einerseits die Risikowahrnehmung sehr groß ist, besteht andererseits wenig Klarheit über die tatsächliche Gefährdung.
In diesem Bereich unterscheidet man zwischen akuten und chronischen Effekten.
Akute Effekte treten bei Überschreitung einer Schwellendosis auf, chronische Effekte können hingegen infolge einer möglichen andauernden Exposition an niedrigeren Feldstärken auftreten. Vom Standpunkt der Strahlenbelastung ist die Untersuchung der möglichen chronischen Effekte vordringlich. Die in unserer Umwelt erhobenen Feldstärken sind nämlich normalerweise zu gering, um akute Effekte verursachen zu können.
Die Internationale Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) hat entsprechende "RICHTLINIEN FÜR DIE BEGRENZUNG DER EXPOSITION DURCH ZEITLICH VERÄNDERLICHE ELEKTRISCHE, MAGNETISCHE UND ELEKTRO­MAGNETISCHE FELDER (BIS 300 GHz)", erarbeitet, um einen Schutz gegen bekannte schädliche Gesundheitsfolgen zu bieten.

      Angesichts der weltweiten, auf Fact sheet Nr. 193, veröffent­lichten Studien hat auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine offizielle Position zum Thema Mobilfunk und Basisstationen angenommen, indem sie in einer diesbezüglichen Stellungnahme behauptet, dass im Zusammenhang mit der Exposition an den von Handys oder Basis­stationen verursachten elektromagnetischen Feldern keine negativen Effekte auf die Gesundheit erkennbar sind. Die WHO hält aber weitere Untersuchungen für notwendig. Insbesondere die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) führt diesbezüglich eingehende epidemiologische Studien durch.

     Um über den Bereich Mobilfunk zu informieren und den Bürger auf Verhaltensregeln und geeignete Maßnahmen im Umgang mit dieser Technologie hinzuweisen, haben das Assessorat für Gesundheits- und Sozialwesen und das Assessorat für Umwelt, Energie, Raumordnung und Informatik der Provinz Bozen bereits eine gemeinsame Broschüre herausgegeben.

Broschüre download

Umschlag der Broschüre "Elektromagnetische Strahlung und Gesundheit"
(ca. 3 Mb)
1. Teil (Seite 1-14) der Broschüre "Elektromagnetische Strahlung und Gesundheit" (1,4 Mb)
2. Teil (Seite 14-28) der Broschüre "Elektromagnetische Strahlung und Gesundheit" (3,3 Mb)

     Die Forschungsaktivität wird auf der ganzen Welt fortgesetzt und wird sowohl von den staatlichen Stellen als auch von den internationalen Organisationen und anderen Forschungsgruppen gefördert. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt jedenfalls das Prinzip der Vorsicht anzuwenden. Laut diesem sollten Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung auch bei Fehlen von endgültigen Beweisen über die Schädlichkeit der langfristigen Exposition an elektromagnetischen Feldern eingeführt werden. Diese Maßnahmen sollen einfach und leicht realisierbar sein und sollen daher besonders bei neuen Anlagen angewendet werden. Italien hat das Vorsichtsprinzip in den neuen Rechtsvorschriften aufgenommen, wobei Vorsorgemaßnahmen gegen mögliche Langzeitwirkungen eingeführt werden.

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